Bald Werbung in ChatGPT?

OpenAI auf dem Weg zu Ads in ChatGPT

Die Diskussion darüber, ob OpenAI bald Werbung in ChatGPT integrieren wird, nimmt deutlich an Fahrt auf. Besonders seit Anfang des Jahres häufen sich konkrete Hinweise, die darauf schließen lassen, dass OpenAI bereits aktiv an Werbefunktionen arbeitet. Für Unternehmen eröffnet sich damit möglicherweise ein völlig neuer Werbekanal – gleichzeitig wirft der Schritt wichtige Fragen zu Nutzererlebnis, Transparenz und Datenverarbeitung auf.

Code-Funde in der Android-Beta: „Search Ads“ & „Ads Carousel“

Einer der stärksten Beweise dafür, dass OpenAI die Einführung von Werbung vorbereitet, stammt aus der Android-Beta-Version der ChatGPT-App. Entwickler*innen haben dort Code-Segmente entdeckt, die klar auf zukünftige Werbefunktionen hindeuten – darunter Begriffe wie:

  • „Search Ads“
  • „Ads Carousel“
  • „Sponsored“ Markierungen

Mehrere Tech-Portale wie Meedia und Android Authority berichten übereinstimmend, dass diese Implementierungen nicht zufällig erscheinen, sondern direkt auf geplante Werbeformate hindeuten. Die Codebausteine legen nahe, dass Anzeigen in Suchergebnissen, im Chatverlauf oder in modalen Overlays angezeigt werden könnten.

Diese Enthüllungen erzeugten in der Tech-Branche sofort Spekulationen über einen möglichen Start der Werbefunktionen innerhalb der kommenden Produktzyklen.

Offizielle Statements von OpenAI

OpenAI selbst hat in ersten Stellungnahmen betont, dass aktuell keine Live-Tests mit Werbung stattfinden. Gleichzeitig vermeidet das Unternehmen jedoch ein klares Dementi zur zukünftigen Einführung.
Stattdessen heißt es seitens OpenAI, dass man „ständig neue Monetarisierungsmodelle prüfe“ – ein Satz, der in vielen Branchen als indirekte Bestätigung interpretiert wird.

Besonders relevant:
Der zuvor durchgesickerte interne Zeitplan (u. a. berichtet von CPO Magazine) deutet darauf hin, dass Ads möglicherweise 2026 ausgerollt werden könnten. Zwar unbestätigt, aber strategisch plausibel – vor allem angesichts der enormen Kosten für KI-Infrastruktur und Rechenleistung.

Warum ist eine Monetarisierung über Werbung wahrscheinlich?

Die Einführung von Werbeanzeigen wäre für OpenAI nicht nur ein optionaler Weg zur Monetarisierung, sondern eine potenziell notwendige Ergänzung zum aktuellen Geschäftsmodell:

  1. Hohe operative Kosten:
    ChatGPT verursacht immense Ausgaben im Bereich GPU-Kapazitäten, Serverarchitektur und laufender Modelloptimierung. Die reine Einnahme durch Abonnements deckt diese globalen Nutzungsmengen nur teilweise.
  2. Riesige Nutzerbasis:
    ChatGPT zählt laut letzten Schätzungen über 800 Millionen wöchentliche aktive Nutzer*innen. Damit besitzt OpenAI Reichweiten, die mit Meta oder TikTok vergleichbar sind – und für Werbetreibende extrem attraktiv wären.
  3. Trend in der KI-Industrie:
    Auch Google zeigt mit Gemini und Search Generative Experience, dass KI-gestützte Werbung ein zentraler Teil der zukünftigen Such- und Antwortsysteme ist. Es wäre strategisch untypisch, wenn OpenAI darauf verzichten würde.
  4. Nachfrage der Werbebranche:
    Unternehmen suchen nach neuen Wegen, Werbung nativ in KI-Interaktionen einzubetten – statt Nutzer*innen in externe Browser oder Apps zu leiten.

Insgesamt sprechen sowohl technische Entwicklungen als auch wirtschaftliche Überlegungen dafür, dass OpenAI sich der Einführung eines Werbesystems nähert. Die Hinweise sind zu konkret, um sie als rein experimentelle Tests abzutun.

Wie könnten Ads in ChatGPT aussehen?

Wenn OpenAI tatsächlich Werbung in ChatGPT integriert, wird dies kein klassisches Anzeigenformat wie bei Google oder Facebook sein. Werbung in einem KI-Dialog unterscheidet sich grundlegend von bestehenden Werbesystemen – sie muss subtil, kontextsensitiv und nutzerorientiert funktionieren. Erste Code-Funde lassen bereits erkennen, wie diese Integration aussehen könnte.

Mögliche Anzeigenformate (Dialog-Ads, Empfehlungs-Ads, Such-Ads)

Basierend auf den bisher entdeckten Code-Elementen und Branchenanalysen sind folgende Werbeformate wahrscheinlich:

Dialogbasierte Anzeigen
Ads könnten direkt innerhalb einer Antwort erscheinen, ähnlich wie Empfehlungen oder Produktvorschläge, eingebettet in den Gesprächskontext.
Beispiel:
Eine Nutzeranfrage zu „besten Tools für Social Media Automatisierung“ könnte eine gesponserte Empfehlung enthalten.

Search Ads innerhalb der ChatGPT-Suche
Die Beta-Version der ChatGPT-App enthält Hinweise auf „Search Ads“.
Das bedeutet: Wenn Nutzer*innen Suchbegriffe eingeben (z. B. bei ChatGPT Search), könnten dort gesponserte Ergebnisse auftauchen – ähnlich wie bei Google Ads, aber stärker personalisiert.

Carousel-Anzeigen („Ads Carousel“)
Ein weiteres im Code entdecktes Format.
Hierbei handelt es sich vermutlich um horizontale Anzeigen-Elemente, z. B.:

  • Produktvorschläge
  • Softwarelösungen
  • Dienstleistungen
  • Event- oder Webinar-Anzeigen

Empfehlungs-Ads („Sponsored Recommendations“)
Diese könnten erscheinen, wenn ChatGPT eine Empfehlung abgibt – gekennzeichnet als „Sponsored“, ähnlich wie Influencer-Markierungen im Social-Media-Bereich.

All diese Formate haben eines gemeinsam: Sie wären nahtlos in den Chatfluss integriert, was neue Chancen eröffnet, aber auch hohe Anforderungen an Transparenz und Kennzeichnung stellt.

Kontextbasierte Ausspielung im Chatverlauf

Das zentrale Merkmal von ChatGPT-Ads wäre ihre inhaltliche Relevanz. Die KI ergibt nur dann Sinn als Werbefläche, wenn Anzeigen:

  • auf die aktuelle Frage abgestimmt,
  • persona-spezifisch,
  • dialogrelevant
    sind.

Das unterscheidet diese Ads fundamental von klassischen Bannern oder Feed-Ads.

Beispiel:
Eine Person fragt nach „Tools für Recruiting 2025“
→ ChatGPT könnte passende Sponsored Tools vorschlagen, die genau in diesen Use Case passen.

Für Werbetreibende entsteht damit ein Format, das fast schon an Intent-basierte Werbung erinnert – jedoch präziser, da der Intent aus dem kompletten Gesprächsverlauf abgeleitet werden kann.

Technische und rechtliche Herausforderungen

Damit solche Anzeigen funktionieren können, müssen mehrere Herausforderungen gelöst werden:

Transparenz & Kennzeichnungspflichten
ChatGPT darf Werbung nicht als neutrale Antwort tarnen. Klare Markierungen wie „Sponsored“ oder „Anzeige“ werden notwendig sein – ähnlich wie bei Google Ads oder Social Paid.

Datenschutz & Personalisierung
Werbung könnte auf Basis der Nutzereingaben personalisiert werden.
Dadurch stellen sich Fragen wie:

  • Welche Daten werden gespeichert?
  • Wie granular werden Zielgruppen gebildet?
  • Entstehen neue Risiken für Nutzervertrauen?

Modellsteuerung & Content-Sicherheit
Die KI muss zuverlässig vermeiden, Werbung in unpassenden oder sensiblen Kontexten auszuspielen.
Beispiele für No-Ad-Zonen:

  • Gesundheitsthemen
  • Finanzberatung ohne Lizenz
  • Minderjährigenschutz

Fehlplatzierungen vermeiden
Wenn ChatGPT gesponserte Produkte empfiehlt, muss dies technisch so gesteuert werden, dass die Vorschläge weiterhin korrekt, ethisch und nutzerorientiert sind.

Die Einführung eines solchen Systems wäre also kein „einfacher Schalter“, sondern ein komplexer Balanceakt zwischen wirtschaftlichem Potenzial und Nutzervertrauen.

Vorteile und Nachteile der Werbeschaltung in ChatGPT

Die mögliche Einführung von Werbung in ChatGPT verändert die Werbelandschaft grundlegend. Unternehmen könnten von einem völlig neuen, kontextbasierten Anzeigenformat profitieren, während Nutzer*innen je nach Umsetzung sowohl Vorteile als auch Einschränkungen erleben könnten.

ProPerforma GmbH – Performance Marketing für die Zukunft der KI-basierten Werbeflächen

Die ProPerforma GmbH unterstützt Unternehmen dabei, in einer digitalen Welt erfolgreich zu wachsen, die sich durch KI, Automatisierung und neue Werbeformate rasant verändert. Mit der möglichen Einführung von Ads in ChatGPT entstehen komplett neue Chancen – und wir helfen unseren Kund*innen, diese frühzeitig strategisch zu nutzen.

Unser Ansatz vereint technologisches Know-how mit datengetriebenem Marketing und einem klaren Fokus darauf, wie moderne KI-Systeme Inhalte verstehen, interpretieren und ausspielen.

Wir vereinen Expertise in den wichtigsten digitalen Disziplinen:

LLMO – Large Language Model Optimization

Eine unserer wichtigsten Zukunftsdisziplinen. LLMO sorgt dafür, dass Inhalte und Websites ideal von KI-Modellen wie ChatGPT verarbeitet werden – ein entscheidender Vorteil, wenn KI-gestützte Werbeformate an Bedeutung gewinnen.

Wir optimieren u. a.:

  • Struktur, Sprache und Format von Inhalten für LLM-Erkennung
  • Unternehmensbotschaften für KI-Dialoge und zukünftige KI-Ads
  • Datenpunkte und Signale, die LLMs nutzen, um Marken korrekt einzuordnen

Unsere Arbeit basiert auf einem klaren Ziel:
Unternehmen sichtbar, relevant und messbar erfolgreich in KI-basierten Ökosystemen zu machen.

Was uns auszeichnet:

  • Datengetriebene Strategien: Wir nutzen Analyse-Tools, Tracking und KI-Insights.
  • Pragmatische Umsetzung: Von der Idee zur fertigen Kampagne – ohne Umwege.
  • Früherkennung von Trends: Wir bereiten unsere Kund*innen auf Werbeinnovationen vor, bevor sie Standard werden.

Mit diesem umfassenden Angebot stellen wir sicher, dass unsere Kund*innen nicht nur heute erfolgreich sind, sondern auch in einer Zukunft, in der ChatGPT-Ads, KI-Empfehlungen und LLM-gesteuerte Entscheidungssysteme den digitalen Markt prägen.

Wie können sich Unternehmen schon heute auf ChatGPT-Ads vorbereiten?

Auch ohne offiziellen Starttermin lohnt es sich, frühzeitig die Weichen zu stellen. KI-basierte Anzeigen werden anders funktionieren als klassische Werbeformen – und Unternehmen, die rechtzeitig strategisch planen, sichern sich klare Vorteile.

Datengetriebene Vorbereitung auf konversationsbasierte Werbeformate

Um ChatGPT-Ads effektiv nutzen zu können, müssen Unternehmen ihre Zielgruppen und deren Intentionen tief verstehen. Die Qualität der späteren Anzeigen hängt direkt von der Relevanz der zugrunde liegenden Daten ab.

Vorteil: Je mehr qualitativ hochwertige Erkenntnisse vorliegen, desto präziser kann KI zukünftige Anzeigen ausspielen.

Entwicklung dialogorientierter Creatives

Dialogbasierte Werbung erfordert eine andere Tonalität und Struktur als klassische Display- oder Suchanzeigen. Inhalte müssen wie ein natürlicher Teil des Gesprächs wirken.

Empfehlungen zur Vorbereitung:

  • Erstellung kurzer, präziser Ad Copies in verschiedenen Stilen
  • Formulierung natürlicher Antwortvarianten („Wenn du X suchst…“, „Eine mögliche Lösung wäre…“)
  • Entwicklung klarer, KI-verstehbarer Value Propositions
  • Sammlung relevanter Produktargumente in leicht verständlichen Bullet Points
  • Erstellung von „Conversational Hooks“ wie:
    • „Viele Nutzer*innen in deiner Situation…“
    • „Eine Alternative, die du vielleicht noch nicht kennst…“
    • „Falls du ein Tool brauchst, das…“

Ziel: Ads, die sich organisch in den Gesprächsverlauf einfügen – nicht wie ein Fremdkörper wirken.

Testing, Tracking & KPIs für KI-Ad-Umgebungen

Auch ohne aktive ChatGPT-Ads können Unternehmen ein Framework aufbauen, das später nahtlos genutzt werden kann.

Wichtige technische & analytische Vorbereitungen:

  • Definition relevanter KPIs wie:
    • Intent-Match-Rate
    • Engagement-Qualität
    • Klick- und Conversion-Wahrscheinlichkeit
    • Post-Conversation-Conversion
  • Aufbau eines flexiblen Attributionsmodells
  • Nutzung ähnlicher Testumgebungen:
    • Intent-basierte Google-Ads
    • FAQ-basierte Landingpages
    • KI-Chatbots mit Empfehlungen
  • Entwicklung von UTM- und Tracking-Strukturen für zukünftige KI-Kanäle
  • Erstellung eines Testing-Fahrplans (A/B-Varianten, Messaging-Tests, CTA-Experimente)

Durch diese Vorarbeit können zukünftige KI-Ads viel schneller und effizienter skaliert werden.

Chancen früh nutzen

Sobald ChatGPT-Ads eingeführt werden, entsteht eine kurze, aber besonders wertvolle Phase, in der der Wettbewerb noch überschaubar ist und Werbekosten wie CPMs und CPCs potenziell niedriger ausfallen. Unternehmen haben in dieser Phase die Möglichkeit, sich besonders prominent zu positionieren, frühzeitig Marktanteile zu sichern und wichtige Learnings zu sammeln, bevor die Konkurrenz nachzieht. Wer bereits vorbereitet ist, kann diesen First-Mover-Vorteil voll ausschöpfen und sich langfristig in einem neuen KI-getriebenen Werbekanal etablieren. Genau hier bietet die Zusammenarbeit mit Expert*innen wie der ProPerforma GmbH einen entscheidenden Vorteil: Wir unterstützen Unternehmen dabei, strategisch und technisch optimal auf den Start von ChatGPT-Ads vorbereitet zu sein und die frühen Chancen maximal zu nutzen.

FAQ’s

Wie werden ChatGPT-Ads voraussichtlich gekennzeichnet, damit sie nicht mit normalen Antworten verwechselt werden?

Da KI-generierte Werbung ein sensibles Thema ist, wird OpenAI sehr wahrscheinlich klare Kennzeichnungen wie „Sponsored“, „Anzeige“ oder visuelle Markierungen einsetzen müssen. Diese Kennzeichnungspflicht wird nicht nur regulatorisch relevant, sondern auch entscheidend für das Vertrauen der Nutzer*innen. Wie genau diese Markierungen aussehen werden, ist zwar noch nicht bekannt, aber die bisher gefundenen Code-Hinweise deuten auf klar getrennte Werbeelemente hin.

Werden Unternehmen spezielle Daten oder Feeds bereitstellen müssen, um in ChatGPT werben zu können?

Es ist zu erwarten, dass Werbung in ChatGPT auf strukturierten, maschinenlesbaren Daten basiert. Unternehmen könnten in Zukunft Produktfeeds, Serviceinformationen oder strukturierte Content-Elemente bereitstellen müssen – ähnlich wie bei Google Shopping oder Meta Advantage. Je sauberer diese Daten aufbereitet sind, desto besser kann die KI relevante Ads ausspielen. Für viele Firmen bedeutet das: frühzeitig in Content- und Datenqualität investieren.

Können auch kleinere Unternehmen von ChatGPT-Ads profitieren oder ist der Kanal eher für große Marken geeignet?

ChatGPT-Ads bieten gerade kleinen und mittleren Unternehmen Chancen, die es in etablierten Kanälen schwerer haben. Die Anzeigen basieren auf Nutzerintentionen und Dialoginhalten, nicht auf riesigen Budgets. Dadurch können KMU sehr zielgerichtet sichtbar werden – insbesondere bei Nischenprodukten oder lokalen Dienstleistungen. Voraussetzung ist jedoch eine klare Positionierung und gut strukturierter Content, den die KI verstehen kann.